Monitoring Kommunale Pflegeplanung Baden-Württemberg
Zeitraum: 08.2025-12.2026
Gefördert durch: Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit des Landes Baden-Württemberg
Leitung: Prof. Dr. habil. Thomas Klie
Verantwortliche Ansprechperson: Pablo Rischard
Kooperationspartner:
Projektziele
Ziel des Projekts ist es, das „Monitoring Pflegepersonalbedarf” aus dem Jahr 2022 zu einem umfassenden „Monitoring der kommunalen Pflegeplanung” in Baden-Württemberg weiterzuentwickeln. Hierzu soll eine breitere, kleinräumigere und praxisnähere Datengrundlage bereitgestellt werden. Mithilfe des Monitorings sollen das Land und die Kommunen dabei unterstützt werden, die pflegerische Versorgung künftig besser datenbasiert zu planen, regionale Versorgungsunterschiede sichtbar zu machen und neue Ansätze einer sozialraumorientierten Pflegeplanung zu etablieren.
Beschreibung
AGP Sozialforschung erarbeitet gemeinsam mit dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung das Monitoring Kommunale Pflegeplanung Baden-Württemberg 2026.
Das Projekt soll eine aktuelle und fundierte Bestandsaufnahme der pflegerischen Versorgung im Land liefern und die fachliche Weiterentwicklung der kommunalen Pflegeplanung unterstützen. Der Bericht analysiert die demografische Entwicklung, die Pflegebedarfe, die pflegerische Infrastruktur sowie die Beschäftigungs-, Ausbildungs- und Fachkräftesituation in der Pflege. Ziel ist es, zentrale Herausforderungen für die zukünftige Sicherstellung der Versorgung aufzuzeigen und den Stadt- und Landkreisen eine verlässliche Grundlage für ihre Planungs- und Steuerungsaufgaben zu bieten.
Das Monitoring verbindet methodisch landesweite Datenanalysen mit einem partizipativen Entwicklungsprozess, in den kommunale Planerinnen und Planer einbezogen werden. Neben der Fortschreibung bewährter Indikatoren werden neue Datengrundlagen erschlossen, erweiterte Kreisprofile erstellt und sozialräumliche Auswertungen entwickelt. Diese ermöglichen eine kleinräumige Betrachtung von Versorgungsstrukturen. In Kooperation mit einer Arbeitsgruppe von Planer:innen von Stadt- und Landkreisen werden ergänzend Anforderungen an ein modernes Verständnis kommunaler Pflegeplanung sowie Werkzeuge erprobt bzw. erarbeitet, mit denen in Zukunft sozialräumliche Analysen möglich sein werden.
Das Monitoring versteht sich nicht nur als Berichts- und Analyseinstrument, sondern auch als Beitrag zur Weiterentwicklung einer datenbasierten, sozialraumorientierten und integrierten Pflegeplanung. Durch die Verknüpfung von wissenschaftlichen Analysen, kommunaler Planungspraxis und neuen methodischen Ansätzen sollen Kommunen in die Lage versetzt werden, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und die pflegerische Versorgung vor Ort zielgerichtet zu gestalten.